Der Hallschlag lernt – und alle sind dabei

(Einzug des Lernzentrums in die neuen Räume!)

Das Lernzentrum Hallschlag der Neuen Arbeit feierte den Umzug von den provisorischen Containern im Hinterhof in die großzügigen Räumlichkeiten im ersten Stock in der Bottroper Straße 8, und viele Menschen, die mit dem Ortsteil verbunden sind, waren bei der Eröffnung am 21. März dabei. Zu den Besuchern gehörten Sozialarbeiter, Erzieher, Lehrer, Politiker, Pressevertreter und alle waren voll des Lobs für das Lernzentrum Hallschlag, das seit Ende 2011 besteht.

Von Seiten der Stadt begrüßte Bruno Pfeifle, Jugendamtsleiter, als Vertreter von OB Fritz Kuhn mit einem Grußwort die vielen Gäste. Er betonte, wie wichtig es sei, die Menschen bei ihrem Bildungsprozess zu begleiten und diesen Prozess bereits bei Kindern in Gang zu setzen. Das Projekt Lernzentrum sei sehr gut im Stadtteil verortet und habe in der Zwischenzeit ein Netzwerk an Beziehungen zu anderen sozialen Einrichtungen und Schulen aufgebaut. Das Lernzentrum sei wie eine kleine Volkshochschule, an der alle Bürger im Hallschlag beteiligt werden. Die Zahlen stimmen und im Zeichen der „sozialen Stadt“ müsse das Angebot auch weiter verfügbar sein, so Pfeifle. Das Lernzentrum sei bisher ohne städtische Mittel ausgekommen. Doch was passiert, wenn andere Fördergelder gekürzt werden? Das Lernzentrum müsse sich eine tragfähige finanzielle Basis auf Dauer erarbeiten!

Marc Hentschke, Geschäftsführer der Neuen Arbeit, fügte als nächster Redner an, dass Bildungsprozesse früh beginnen müssten, sonst gebe es Probleme. Im Lernzentrum Hallschlag könnten die Menschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten lernen. Lernen und Spielen oder auch spielerisches Lernen werde hier erfolgreich angeboten. Auch Erwachsene fänden die geeignete Lernform für sich. „Die Menschen im Hallschlag sind offen und begierig zu lernen“, resummierte Hentschke. Und wer in der Schule Probleme habe, könne im Lernzentrum gute Erfahrungen mit Lernen machen. Hentschke richtete seinen ausdrücklichen Dank an den Ortsteil Hallschlag, der das Lernzentrum so freundlich aufgenommen habe.

Klaus Zimmer, Fachbereichsleiter Bildung der Neuen Arbeit, freute sich darüber, dass die Räumlichkeiten, die notwenig waren, jetzt zu aller Zufriedenheit fertiggestellt seien. Das Lernzentrum traf im Hallschlag auf gewachsen Strukturen, in die man sich erfolgreich einfügen und eingliedern konnte. Das Lernzentrum übernehme seinen Platz als Erweiterung und Ergänzung des bestehenden Bildungsangebots. Man sehe sich nicht als verlängerte Schulbank, sondern als eigenständiges zusätzliches Bildungsangebot. Lernen müsse vor allem Spaß machen, so lautet die Maxime des Lernzentrums. Die Lernenden müssten dazu hingeführt werden, selbstständig zu lernen. Dabei mache das Lernzentrum „einen guten Job!“ so Zimmer. Rund 300 Menschen seien seit der Gründung des Lernzentrums bereits als Teilnehmer begrüßt worden. Man sehe sich auch als Unterstützer beim Übergang Schule und Beruf, und führe viele Menschen an diesen neuen Lebensabschnitt heran. Das konnte der Schulsozialarbeiter Oliver Domhan als Besucher nur bestätigen, denn er betonte die „tolle Kooperation mit dem Lernzentrum“.