PersonalNA Eröffnung230 Fahrräder als Willkommensgruß für Flüchtlinge

„Die aus unfreiwilligen Motiven zu uns gekommenen Menschen sollen sich in Stuttgart wohlfühlen“, so Stadtrat und geschäftsführender Vorstand der Stiftung Geissstraße Michael Kienzle. Ulrich Rabeneick, stellvertretender Geschäftsführer der Neuen Arbeit betonte, dass es eine schöne Geste der Willkommenskultur sei,und dass die Neue Arbeit sich schon lang auf diesem Gebiet engagiere, auch wenn dies bislang meist unbemerkt von der Öffentlichkeit geschehe. Viele Stuttgarter Medien waren gekommen um über die Aktion zu berichten. Selbst das ZDF brachte einen Bericht in den heute-Nachrichten als „Gute Nachricht“ zum Wochenausklang. 230 Fahrräder sind bislang gespendet worden und weitere sollen dazu kommen. Die ersten 60 Fahrräder wurden nun übergeben. Michael Kienzle sprach von einer wunderbaren Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen.

Langzeitarbeitslose in den Fahrrad-Service-Stationen der Neuen Arbeit erhalten eine sinnvolle Beschäftigung und richten die Fahrräder verkehrssicher her.

Der Förderverein „Kinderfreundliches Stuttgart“ organisiert für Flüchtlingskinder ein Sicherheitstraining, Spendenhelme und Sicherheitswesten, damit die Kinder wissen, wie man sich auf Stuttgarter Straßen sicher bewegt. Peter Schwarz, Präventionsbeauftragter bei der Polizei schult die Multiplikatoren in die Flüchtlingsheimen und bietet Trainings in der Jugendverkehrsschule an. Der ADFC sponsert geführte Touren und lädt die Flüchtlinge in die Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt ein.

Stefan Spatz vom Sozialamt Stuttgart, der die Aktion von Anfang an unterstützt hat, sagte kurz und knapp: „Ich find´s gut“.

Ulrich Rabeneick bedankte sich besonders beim Team der Fahrrad-Service-Stationen unter der Führung von Robert Binder, denn die Stationen stemmen die Hauptlast mit der Abholung und dem Herrichten der Spendenräder.

Abderrahmen Mortet, Flüchtling aus Algerien freut sich über sein neues Fahrrad. Damit er sich in Stuttgart nicht verirrt, hat er von der Fahrradspenderin Gabriele Dolde spontan noch eine Fahrradkarte für den Großraum Stuttgart geschenkt bekommen.