CAP Gaisburg EröffnungEin bedeutender Tag für die Bürgerinnen und Bürger in Stuttgart-Gaisburg

Weniger die Inklusionsleistung für Menschen mit Behinderung sondern viel mehr die Bedeutung der Nahversorgung mit Lebensmitteln im Statdtteil Gaisburg stand im Vordergrund der Ansprachen bei der Eröffnung des 15. CAP Marktes der NintegrA. Für Tatjana Strohmeier, Bezirksvorsteherin Ost war es ein bedeutender Tag und ein Glücksfall für Gaisburg, nach dem langen Ringen um eine gute Lösung für die Nachfolge des Lidl-Marktes an der Landhausstraße. Sie dankte ausdrücklich dem Vermieter Thomas Gammerdinger, der sich vom CAP-Konzept begeistern ließ und stattdessen nicht Büroflächen oder ähnliches einrichten ließ. Frau Strohmeier würde sich das Lebensmittelkonzept des CAP-Marktes öfter wünschen.

Pfarrer Wolfgang Marquardt von der Evangelischen Kirchengemeinde Gaisburg berichtete, dass alte Gemeindemitglieder bei Ortsbeschreibungen immer wieder bereits geschlossene Geschäfte als Orientierungspunkte einsetzen. Dabei wird deutlich, dass Lebensmittelgeschäfte zur Gestaltung von Sozialräumen unentbehrlich sind und mehr sind als nur Einkaufsmöglichkeiten. Der CAP-Markt verkauft nicht nur Lebensmittel, sondern ist wichtig für die Begegnung und ein echter Lebensnerv für den Stadtteil. Für Albert J. Ebinger vom Behindertenzentrum Stuttgart, der für die Gesellschafter sprach, ist die Sicherung der Nahversorgung und die Beschäftigung von behinderten Menschen eine echte Win-Win-Situation. Im neuen Markt werden 16-18 Mitarbeitende beschäftigt, davon, wie immer mindestens 40 Prozent mit einer Behinderung. Thomas Heckmann von der gdw-Süd berichtete, dass das CAP-System bundesweit mittlerweile über 800 behinderten Menschen eine nachhaltige sozialversicherungspflichtige Arbeit bietet. „Darauf sind wir stolz, das soll uns erst mal jemand nachmachen,“ sagte er.

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