Demokratiebegleiter

Wozu Demokratiebegleiter?

Immer weniger Menschen aus prekären Schichten gehen zur Wahl und engagieren sich politisch. Die Demokratie gerät so in eine Schieflage. Durch die geringe Wahlbeteiligung werden die Interessen der prekären Schichten in der Politik weniger berücksichtigt, mit der Folge, dass sich noch weniger Menschen aus diesen Schichten von der Politik vertreten fühlen und nicht wählen gehen.

„Je prekärer die Lebensverhältnisse in einem Stadtviertel oder Stimmbezirk, desto geringer ist die Wahlbeteiligung.“
Armin Schäfer, Wahlforscher.

Das Projekt Demokratiebegleiter will politisches und demokratisches Bewusstsein in prekären Milieus durch Aktionen, niederschwellige Informationsvermittlung und Veranstaltungen stärken und auf die Menschen zugehen. Wo sinnvoll, werden die Bildungsangebote der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und der Bundeszentrale für politische Bildung genutzt.



Was machen Demokratiebegleiter konkret?

Orientiert an ihren Fähigkeiten und Interessen arbeiten die Demokratiebegleiter im Team an der Organisation verschiedener Aktivitäten wie

  • Organisation gemeinsamer Besuche mit Teilnehmenden aus Jobcentermaßnahmen z.B. im Haus der Geschichte, bei politischen Veranstaltungen, in Lernorten für Demokratie, Gedenkstätten, Landtag, Rathaus, Bürgerinitiativen, politischen Stiftungen, u.a.
  • Recherchen nach Informationsveranstaltungen politischer Stiftungen
  • Organisation von Bürgersprechstunden mit politisch Verantwortlichen im Sozialraum
  • Stadtteilarbeit im Sozialraum, in der über anstehende Wahlen und Partizipationsmöglichkeiten im Stadtquartier aufgeklärt wird
  • Organisation von Trainings gegen Rassismus und Diskriminierung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung
  • Organisation von Argumentationstrainings gegen Extremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Kooperation mit der Landeszentrale für
    politische Bildung
  • Durchführung von Umfragen, in denen die Sorgen, Nöte, Zukunftswünsche armer Menschen und deren Erwartungen an politisch Verantwortliche aufgenommen und an die Politik übermittelt werden




Anforderungen an die Teilnehmenden

Die Teilnehmenden sollten über organisatorische und kommunikative Fähigkeiten verfügen und Interesse an gesellschaftlichen und politischen Themen haben.
EDV-Kenntnisse und Deutschkenntnisse werden vorausgesetzt.



Zugang zum Projekt

Demokratiebegleiter arbeiten im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit nach §16 d SGB II.
Die Zuweisung erfolgt über das Jobcenter Stuttgart.

Sozialunternehmen NEUE ARBEIT gGmbH
Kontaktbüro Arbeitshilfen
Gottfried-Keller-Straße 18 c
70435 Stuttgart
Tel.: 07 11 . 273 01 -121 oder -122
Fax: 07 11 . 273 01 -118
email senden

Den Flyer zum Projekt können Sie hier herunterladen.



Gefördert von:

klein logo Jobcenter Stuttgart


In Kooperation mit:

logo landeszentrale politische bildung
logo Haus der Geschichte