SU+BER Sucht und Beruf

Nachhaltige Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen mit Suchterkrankung

Innovative Verzahnung von Arbeit, sozialpädagogischer Betreuung und Suchtberatung
Die berufliche Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen mit einer Suchterkrankung geschieht in der Regel erst im Anschluss an eine Suchtrehabilitation. Im Projekt Su + Ber laufen Suchtbehandlung und Wiedereingliederung im engen Zusammenspiel parallel.
Ziel ist die erfolgreiche Integration von Betroffenen in den ersten Arbeitsmarkt, bei denen andere Hilfemodelle nicht zum Erfolg geführt haben. Die Vermittlung soll während oder unmittelbar nach der mehrmonatigen Projektphase geschehen.
Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Baden-Württemberg gefördert.


Zielgruppe und Voraussetzung
Zielgruppe des Projektes sind vorrangig Menschen mit stoffgebundenen und stoffungebundenen Suchtproblemen aus dem Rechtskreis des Sozialgesetzbuches II (Arbeitslosengeld II). Dabei stellt die Suchtmittelabstinenz keine Voraussetzung für die Projektteilnahme dar. Wichtig ist das Interesse an einer Projektteilnahme und beruflichen Wiedereingliederung und die Bereitschaft, sich im Projektverlauf mit dem eigenen Konsumverhalten auseinanderzusetzen.

Projektziele
Auf dem Weg zu einer erfolgreichen Arbeitsmarktintegration verschafft das Projekt den Teilnehmenden zunächst eine Tagesstruktur. Schlüsselqualifikationen und eine fachtheoretische Qualifizierung sollen vermittelt und das Leistungsvermögen gesteigert werden. Zeitgleich sollen die Teilnehmenden gesundheitlich stabilisiert und der Drogenkonsum verringert werden, um die Integration in den ersten Arbeitsmarkt beginnen zu können.

Hand in Hand und zeitgleich – Unterstützung, Betreuung und Beratung
In regelmäßigen Teamsitzungen zwischen Teilnehmern, Arbeitsanleitung, sozialpädagogischer Begleitung und Suchtberatung wird der zeitgleiche Lauf der Suchtrehabilitation und des Wiedereingliederungsprozesses reflektiert und fortlaufend optimiert.
Die Neue Arbeit verfügt über langjährige Erfahrung mit der Zielgruppe und hat die Arbeitsbereiche in vielfältigen Projekten mit allen Tätigkeiten und Unterstützungsleistungen auf diese abgestimmt. Zudem können die Projektteilnehmer vom umfangreichen Netzwerk der Neuen Arbeit mit Kontakten in die Wirtschaft zur Erschließung von Praktikumsplätzen oder zur Vermittlung profitieren. Das Beratungs- und Behandlungszentrum für Suchterkrankungen der Evangelischen Gesellschaft ist seit langen Jahren mit Einzel- und Gruppenangeboten für Suchtmittelabhängige erfolgreich tätig.

Suchtberatung/-behandlung durch die Evangelische Gesellschaft Stuttgart e.V. (eva)
Das Beratungs- und Behandlungszentrum für Suchterkrankungen der eva unterstützt hilfesuchende Menschen, die Probleme mit stoffgebundenen (z.B. Alkohol, Medikamente, Tabak) und stoffungebundenen (Glücksspiel und Medienkonsum) Suchtformen haben und deren Angehörigen durch vielfältige Unterstützungsleistungen. Neben der Grundversorgung durch spezifische Einzel- und Gruppenangebote und der Möglichkeit ambulanter Rehabilitations- und Nachsorgeleistungen stellt die betriebliche Gesundheitsförderung und Suchtprävention einen weiteren Angebotsbaustein dar. Zudem werden ehrenamtliche Mitarbeitende in Selbsthilfegruppen unterstützt. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Selbsthilfegruppen, Fachkliniken und weiteren Kooperationspartnern.

Sozialunternehmen NEUE ARBEIT gGmbH
Chancen, Hoffnung und Perspektiven für langzeitarbeitslose Menschen
Die Neue Arbeit ist ein diakonisches Sozialunternehmen und Tochter der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart e.V. Das Sozialunternehmen bietet in der Region Stuttgart Arbeitsperspektiven durch Beschäftigung, Integration, Qualifizierung und Vermittlung. Mit rund 1400 Beschäftigten ist die Neue Arbeit bundesweit eines der größten Beschäftigungsunternehmen in freier Trägerschaft. Im Auftrag der Landeshauptstadt Stuttgart, der Agentur für Arbeit und der Jobcenter werden Langzeitarbeitslose und Menschen mit besonderen Problemen unterstützt.
Für diesen Personenkreis hat das Unternehmen ein umfangreiches Angebot aus verschiedenen Beschäftigungsfeldern entwickelt. Mit Hilfe von Fördermitteln der Stadt Stuttgart, der Jobcenter in der Region, des Europäischen Sozialfonds und der Agentur für Arbeit schafft die Neue Arbeit Arbeitsplätze. Für Menschen mit Suchtproblemen bietet die Neue Arbeit mit zwei eigenen Suchtberatern einen schnellen und niederschwelligen Beratungszugang. Die Suchtberatung ist gut vernetzt und kooperiert mit dem Stuttgarter Hilfesystem.

Zugang
Die Zuweisung erfolgt über die Stuttgarter Jobcenter.
Die Clearingstelle bei der Suchtberatung der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart kann vor der Zuweisung in Erstgesprächen über das Projekt informieren und aufklären.

Den Flyer zum Projekt können Sie hier downloaden.

Evangelische Gesellschaft
Stuttgart e.V. (eva)

Beratungs-und Behandlungszentrum für Suchterkrankungen
Büchsenstr. 34/36
70174 Stuttgart
Telefon: 0711.20 54-345
email senden

Sozialunternehmen
NEUE ARBEIT gGmbH

Suchtberatung
Gottfried-Keller-Straße 18 c
70435 Stuttgart
Jonas Müller
Telefon: 0711.273 01-149
Fax: 0711.273 01-118
email senden

Sören Bodemer
Telefon: 0711.273 01-207
Fax: 0711.273 01-118
email senden

Ein Kooperationsprojekt der

Gefördert von:
13 Logoreihe ESF