Gewalt- und Kriminalprävention

Die Arbeitshilfe leistet einen großen Beitrag zur Kriminal- und Gewaltprävention. Menschen ohne Arbeit und Perspektive fühlen sich meist unsicher und nicht anerkannt. Dies kann dazu führen, sich mit Gewalt Anerkennung zu schaffen oder Konflikte gewalttätig zu lösen. Unsichere und niedrige Einkommen können dazu verführen, sich Geld oder Waren auf illegale Weise zu beschaffen.

Dagegen tragen eine dauerhafte Beschäftigung und eine sinnvolle Tagesstruktur zu stabilen Lebensverhältnissen bei. So ist die Arbeit ein zentrales Element, wenn es darum geht, Menschen in die Gesellschaft zu integrieren. Arbeitslosigkeit dagegen erhöht die Gefahr der Desintegration.

Das Sozialunternehmen NEUE ARBEIT gGmbH hat das Ziel, vor allem langzeitarbeitslose und sozial benachteiligte Menschen zu stützen, zu stärken und zu qualifizieren. Am Ende soll die Vermittlung auf dem Ersten Arbeitsmarkt stehen. Gelingt dies nicht, versucht die Neue Arbeit Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem Zweiten Arbeitsmarkt zu schaffen.

Etwa 2000 Menschen im Jahr sind bei der Neuen Arbeit beschäftigt oder nehmen an Maßnahmen und Projekten teil. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, bietet die Neue Arbeit unterschiedliche Maßnahmen an. Einige davon sind besonders auf die Sucht- und Kriminalitätsprävention ausgerichtet. Dazu gehören das Kulturwerk oder „Arbeit statt Strafe“.

Kulturwerk / Arbeit statt Drogen

themenbild_kulturwerkDas Kulturwerk ist ein Veranstaltungsort mit Gastronomie für Konzerte, Theater, Kleinkunst, Kurse und andere Veranstaltungen. Besondere Angebote gibt es hier für besonders chancenarme junge Erwachsene und für Suchterkrankte mit einer speziellen Ausrichtung für Menschen mit Migrationshintergund.

Suchterkrankte können im Programm „Arbeit statt Drogen“, welches bundesweit einmalig ist, speziell gefördert werden. Durch die Zusammenarbeit mit der Drogenberatung (Release e.V) im Strafvollzug wird ein direkter schneller Zugang ins Projekt nach Haft ermöglicht.

Dabei können sie sich etwa in den Bereichen Gastronomie, Veranstaltungstechnik oder Verwaltung qualifizieren. Diese „arbeitsmarktnahe“ Beschäftigung mit suchtspezifischer psychosozialer Fallbegleitung ist erfolgreich. Es wird nicht nur das Ziel ein drogenfreies Leben verfolgt, sondern auch das Ziel Reduzierung der Beschaffungskriminalität. Es hat sich gezeigt, dass die Klienten im Gegensatz zu werktherapeutischem Arbeiten, eher bei echten arbeitsmarktnahen Tätigkeiten mit intensiven begleitenden Hilfen die Fähigkeiten entwickeln ihr Leben wirklich ändern zu können. Die zeigt sich besonders im Bereich der IHK-Ausbildungsangeboten, wo das Kulturwerk die nachhaltigsten Resozialisierungsverläufe erzielt.
In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Stuttgart, sowie der örtlichen Polizei führt das Kulturwerk mit der Wilden Bühne e.V. interaktive Theaterprogramme zu den Themen: Sucht, Migration, und Gewalt durch. Diese Angebote werden von den Stuttgarter Schulen und anderen sozialen Einrichtungen stark nachgefragt.

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Arbeit statt Strafe

40_themenbild_arbeit_statt_strafeArbeitsstunden, die im Rahmen von „Arbeit statt Strafe" auferlegt wurden, können bei der Neuen Arbeit abgeleistet werden. Dadurch werden Gefängnisaufenthalte vermieden. Die Neue Arbeit bietet die Möglichkeit, diese Ableistung mit einer Arbeitsgelegenheit (Ein-Euro-Job) zu verbinden. Bei dieser Koppelung ist am ehesten gewährleistet, dass die Teilnehmer wirklich erscheinen und die Strafe abarbeiten. Sie erhalten damit aber auch die Möglichkeit sich beruflich und sozial zu entwickeln. Damit wird die Resozialisierung positiv beeinflusst was zu einer deutlichen Verhinderung von weiteren Arbeitsstunden oder Haftstrafen führt.
Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich die Strafen häufen und am Ende eine Haftstrafe steht.

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Jugendberufshilfe

Ausbildung in der Neuen ArbeitBenachteiligte Jugendliche oder Jugendliche ohne Schul- oder Berufsschulabschluss sind besonders von Arbeitslosigkeit und sozialer Ausgrenzung gefährdet. Die Projekte der Jugendberufshilfe fördern die Eingliederung Jugendlicher in die Arbeitswelt und damit ihre soziale Integration. Schwerpunkt dabei ist die Wahl des richtigen Ausbildungsplatzes und die Begleitung während der Ausbildung bei Problemen. Zudem bietet die Neue Arbeit eigene Ausbildungsplätze für Jugendliche, die eine zweite Chance benötigen. Hier kann gleichzeitig die sozialpädagogische und sozialarbeiterische Betreuung genutzt werden. Im Projekt „Young Migrant Talents“ fördert die Neue Arbeit begabte Jugendliche mit Migrationshintergrund.




Schuldner- und Insolvenzberatung

39themenbild_schuldnerberaDie Schuldnerberatung der Neuen Arbeit hilft Menschen, ihre finanzielle Situation wieder in den Griff zu bekommen. Sie trägt damit zur Stabilität der Lebensverhältnisse bei und beugt illegaler Geld- und Warenbeschaffung vor. Schuldenregulierung trägt dazu bei, dass Verurteilte verhängte Tagessätze wirklich bezahlen können und Haftstrafen so vermieden werden.

Die Zielgruppe sind in erster Linie Menschen, die auf Arbeitslosengeld II angewiesen sind oder ein geringes Erwerbseinkommen haben. Der Vorteil einer Beratung innerhalb des Betriebs ist, dass die Berater die Betroffenen auch in ihrem Berufsumfeld kennen lernen. Dadurch kann die Beratung in der Regel intensiver und kürzer ausfallen.

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Betriebliche Suchtberatung

38themenbild_suchtberatungDie Suchtberatung bietet ein breit gefächertes Angebot von Hilfen bei Alkohol-, Medikamenten- und Drogensucht sowie anderen Suchterkrankungen (Spielsucht etc.)







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ÖPNV-Betreuer

ÖPNV-Helfer finden Beschäftigung und sorgen für Sauberkeit und SicherheitÖPNV-Betreuer erhalten nicht nur die Chance auf eine Beschäftigung, sie sorgen direkt für Sauberkeit und Sicherheit an den S-Bahnhöfen. Sie erledigen kleine Malerarbeiten, sind zuständig für die Grünpflege und stehen für Auskünfte, Hinweise und Hilfeleistungen zur Verfügung. Ziel ist es, Vandalismusschäden sowie Graffitischäden zu verringern, das Erscheinungsbild des Bahnhofs zu verbessern und so die Identifikation der Bürger und Kunden mit „unserem Bahnhof“ zu stärken.


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