Die Neue Arbeit bietet Menschen mit einer Behinderung berufliche Perspektiven in vielen Branchen, zum Beispiel im Lebensmitteleinzelhandel.Neue Arbeit bekommt Zulassung als „Anderer Anbieter“

Dünftig können Menschen mit einer Behinderung, die Anspruch auf Aufnahme in eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) haben, auch Bildungs- und Beschäftigungsangebote der Neuen Arbeit wahrnehmen

„Andere Anbieter“, das klingt etwas sperrig und wirft die Frage auf. Für was genau ist die Neue Arbeit andere Anbieterin?


Mit dem Bundesteilhabegesetz wurde für Menschen mit Behinderung, die Anspruch auf Aufnahme in eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) haben, eine Alternative zur beruflichen Bildung und zur Beschäftigung in der WfbM geschaffen. Nach § 60 SGB IX können Bildungs- und Beschäftigungsangebote seit dem 1. Januar 2018 auch bei sogenannten „Anderen Leistungsanbietern“ wahrgenommen werden.

Nach fast 24 Monaten hat die Neue Arbeit endlich diese Zulassung bekommen, für den Berufsbildungsbereich für Menschen mit Behinderung der Bundesagentur für Arbeit. „Es stehen noch die Preisverhandlungen mit der Landeshauptstadt Stuttgart aus, aber dann können wir durchstarten“, so Geschäftsführer Marc Hentschke.

Hentschke nimmt wahr, dass zunehmend mehr Menschen mit Behinderung nicht in Sonderformen ausgebildet und beschäftigt werden möchten, sondern auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Trotz der UN-Behindertenrechtskonvention sind die beruflichen Wahlmöglichkeiten behinderter Menschen nach wie vor begrenzt und die berufliche Laufbahn ist weitestgehend vorgezeichnet.

„Die Neue Arbeit wird sich als sogenannter ‚Anderer Leistungsanbieter‘ mit seinen Projekten in den Branchen Einzelhandel, Lager und Logistik, Metallbearbeitung und Gastronomie den Menschen mit Behinderung zur Verfügung stellen, die sich mit ihren Möglichkeiten bestmöglich einbringen und entfalten wollen. Wir wollen jedem Menschen, trotz seiner Einschränkung, entlang seiner Stärken und Fähigkeiten die Möglichkeit geben, seine persönlichen 100 Prozent zu erreichen. Wir wollen für Menschen mit Behinderung mitten im Arbeitsleben Nischen finden, Türen öffnen und Brücken bauen“, so Ralf Ehring, Unternehmensbereichsleiter Dienstleistung und Integration.

Der Start als „Anderer Anbieter“ soll gleichzeitig mit zehn Plätzen in unterschiedlichen Bereichen erfolgen.

Kontakt:
Ralf Ehring
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