Vor dem neu eröffneten CAP-Markt in Freiberg (von links): Andreas Schröder (stellvertretender Bezirksvorsteher), Cornelia Kreidl (Bezirksleitung) und Jörg Moosmann, (Fachbereichsleitung) „CAP ist sehr wertvoll für den Stadtbezirk Freiberg-Mönchfeld, wir sind superdankbar“

Der Unternehmensverbund Neue Arbeit eröffnete am 1. Dezember in Stuttgart-Freiberg seinen 17. CAP-Lebensmittelmarkt

Rings um den CAP-Lebensmittelmarkt ragen die vielen Hochhäuser der Stadtteile Freiberg und Mönchfeld hinauf. Hier leben 12.000 Menschen und in zwei Jahren sollen weitere 1.000 Menschen hier wohnen. Gerade wird kräftig gebaut, berichtet Wolfgang Schröder, stellvertretender Bezirksvorsteher. „Wir sind sehr dankbar, dass der CAP-Markt hier übernommen hat. Er ist sehr wertvoll für den Stadtbezirk und wir sind superdankbar“, sagte Schröder beim Pressegespräch am Eröffnungstag.

Die EDEKA hat der Neuen Arbeit den Markt im Sommer 2021 angeboten. Nach einer Wirtschaftlichkeitsprüfung hat die Geschäftsleitung entschieden, den Markt zu übernehmen. „Die Übergabe war fließend. Wir hatten nur zwei Tage geschlossen und konnten ohne große Unterbrechung eröffnen“, so Fachbereichsleiteter Jörg Moosmann. Moosmann hofft, die Stammkunden zu halten und weitere Kundinnen und Kunden hinzuzugewinnen, damit der Markt langfristig tragfähig bleibt. Am Eröffnungstag ist Moosmann zufrieden. Der Kundenstrom im Markt reisst nicht ab, vor zwei Kassen haben sich Schlangen gebildet.

Ralf Ehring, Unternehmensbereichsleiter Dienstleistungen und Integration, berichtet, dass im gesamten CAP-System aktuell 290 Mitarbeitende beschäftigt und davon mindestens 40 Prozent schwerbehindert sind. Im CAP-Markt Freiberg plant Ehring mit 12 Vollzeitstellen.
„Grundlage für das Gelingen dieses Inklusionsbetriebs ist Wirtschaftlichkeit. Qualität, Preis und Frische müssen stimmen, die Menschen müssen gern zur Einkaufen kommen, dann funktioniert alles andere auch. Wir sind keine Einzelhändler, weil wir Einzelhändler sein wollen, wir sind Einzelhändler, weil wir behinderte Menschen beschäftigen wollen. Der Markt dient uns als Plattform für unseren Inklusionsbetrieb“, sagt Ehring.

Der Bezirk Freiberg-Mönchfeld ist kulturell sehr vielfältig. Hier leben viele alte Menschen, für die ein fußläufig erreichbarer Markt sehr wichtig ist. Der CAP-Markt bietet 8.000 Artikel. „Es ist toll, gerade für ältere und behinderte Menschen, dass der CAP-Markt begleitetes Einkaufen und einen Lieferservice anbieten. Gerade in Coronazeiten ist es von großem Vorteil, wenn die Menschen direkt vor Ort einen Markt haben und sich dem Risiko der Ansteckung in den U-Bahnen nicht aussetzen müssen. Das ist sehr wertvoll und dafür sind wir superdankbar“, so Schröder.