Südkorea meets Neue Arbeit

Acht Studenten und Studentinnen und zwei Professoren der Hanil Universität in Südkorea haben Ende Januar die Neue Arbeit besucht, um sich über das deutsche Arbeitshilfesystem zu informieren. Prof. Kim Woong Soo, der in Bremen eine Doktorarbeit über Sozialarbeit mit Strassenkindern geschrieben hat, konnte vom deutschen ins koreanische und umgekehrt dolmetschen, so dass die Verständigung kein Problem war. Henry von Bose, Kirchenrat i.R., hat den Kontakt vermittelt. Er ist an der Hanil University & Presbyterian Theological Seminary, als Gastdozent tätig. Die Aufgabenstellung und Arbeit eines diakonischen Sozialunternehmens hat er dort am Beispiel der Neuen Arbeit in Stuttgart bereits vorgestellt.

Zwischen der Hanil University und dem Diakonischen Werk Württemberg besteht seit 2006 eine vertraglich geregelte Partnerschaft, ebenso zwischen der südkoreanischen Hochschule und der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg.


Südkorea meets Neue ArbeitDie Gruppe hat nach einer kurzen Einführung die Arbeitshilfeprojekte Klinik-TV, das E-Recycling und die NintegrA besucht. Die Studenten waren sichtlich von der hohen Professionalität der Projekte beeindruckt. In Südkorea gibt es auch arbeitslose Menschen. Erwerbslose erhalten mit dem Beginn der Arbeitslosigkeit drei Monate lang eine Art Arbeitslosengeld. Ist dann keine Arbeit gefunden, muss die Familie unterstützen. Arbeitslosigkeit gilt in Südkorea als Schande.

„Diakonische Strukturen und Hilfesysteme sind in Südkorea nicht so professionell ausgebildet wie in Deutschland, aber sie werden in Zukunft dringend benötigt. Hier können und wollen südkoreanische Kirchen von der deutschen Diakonie lernen“, so Henry von Bose.

Beim anschließenden Mittagessen gab es deutsche Currywurst mit Kartoffelkroketten. Gegessen wurde mit Messer und Gabel. Es hat den Gästen aus Asien hervorragend geschmeckt.