100 Prozent lecker! „Kooperationsprojekt Ausbildung“ von Nikolauspflege und CAP-Markt

Sogar eine neue Ketchup-Marke wurde anlässlich des Tages der offenen Tür der Nikolauspflege Stuttgart am 20. Oktober eigens kreiert. Das selbstgemachte „KetchCAP“ mit dem Slogan „100 Prozent lecker!“ fand reißenden Absatz und ist neben vielen anderem Ergebnis der intensiven Zusammenarbeit zwischen der Nikolauspflege und CAP.

Schon seit dem Jahr 2008 gibt es die Ausbildungskooperation zwischen der Nikolauspflege Stuttgart, der Stiftung für blinde und sehbehinderte Menschen und den CAP Märkten. In der Nikolauspflege besuchen die angehenden Verkäufer und Einzelhändler die Berufsschule, in den CAP-Märkten werden sie begleitend praktisch ausgebildet.

„Die Kooperation hat sich in den letzten fünf Jahren sehr gut entwickelt. Es besteht ein sehr gutes Vertrauensverhältnis mit kurzen Wegen. Wir hoffen, dass es so gut weitergeht“, sagt Jörg Moosmann, Fachbereichsleiter der CAP-Märkte im Sozialunternehmen Neue Arbeit.

Aktuell werden acht sehbehinderte Auszubildende in den Cap-Märkten der Neuen Arbeit ausgebildet. Am Tag der offenen Tür stellten die Auszubildenden in den CAP-Märkten ihre Arbeitswelt vor. Anhand eines Supermarktmodells wurden verkaufspsychologische Aspekte erläutert. So werden z.B. die Verkaufsregale in bestimmte Zonen unterteilt. Die untere, in der sich weniger ertragreiche Produkte befinden, heißt zum Beispiel „Bückzone“.

Aber auch der ganz persönliche Arbeitsalltag der Sehbehinderten wurde erfahrbar gemacht. „Jetzt weiß ich mal, wie es meinem Vater beim Einkaufen geht“, sagte eine Dame, als sie sich eine Brille aufsetzte, die eine Sehbehinderung simuliert. Fasziniert probierten viele Besucher die Hilfsmittel aus, die hier den Sehbehinderten zur Verfügung stehen. Neben Handlupen und Monokularen gibt es inzwischen auch elektronische Lupen. Mit denen können sehbehinderte Mitarbeitende in den CAP-Märkten Kleingedrucktes entsprechend ausleuchten, vergrößern und speichern.

Ein Quiz gab’s auch. Wer gut aufgepasst hatte, konnte einen von drei CAP-Präsentkörben gewinnen, überreicht von CAP-Fachbereichsleiter Jörg Moosmann.