Uli Rabeneick (Neue Arbeit), Thomas Hachenberger (VVS), Frank Schröter (Leiter ÖPNV-Betreuer), Marc Hentschke (Neue Arbeit), Dr. Nicola Schelling (Region Stuttgart) und Achim Huf (Bahnhofsmanagement Stuttgart). „Sie machen das Gesicht des Bahnhofs schöner“

Viel Lob erhielten die ÖPNV-Betreuer bei ihrer Feier zum 10. Geburtstag. 2005 wurde das Projekt von der Deutschen Bahn, dem Verband der Region Stuttgart und der Neuen Arbeit ins Leben gerufen. Als ÖPNV-Betreuer bekommen langzeitarbeitslose und benachteiligte Menschen wieder eine Chance auf Beschäftigung.

Zunächst waren sie auf der S6, heute sind sie auf allen S-Bahn-Strecken unterwegs. Sie beseitigen Grobmüll und Graffiti, kontrollieren Fahrkartenautomaten oder Aufzüge auf ihre Funktionstüchtigkeit und schauen nach Schäden bei Geländern oder Treppenstufen.. „Sie machen das Gesicht des Bahnhofs schöner“, lobte Thomas Hachenberger, Geschäftsführer des VVS. Er und verwies auf die hohe Zufriedenheit der Kunden beim Thema Sicherheit und Sauberkeit. Achim Huf, stellvertretender Leiter des Bahnhofsmanagement Stuttgart, griff zum Vergleich mit dem schwäbischen Kartoffelsalat: „Man muss nicht nur wissen, was reinkommt, sondern auch, wie man ihn macht. So ist unser Bahnhofsgeschäft jeden Tag. Dazu gehört, dass man bei jedem Wetter raus muss. Wir sind froh darüber, wenn sie rausgehen und die Leute sehen, da kümmert sich jemand. Das ist unschätzbar und findet auch bei den Fahrgästen große Anerkennung.“

Dr. Nicola Schelling, Regionaldirektorin des Verband Region Stuttgart, erinnerte daran, dass das Projekt für „Herausragendes Engagement im Nahverkehr“ ausgezeichnet wurde.

Marc Hentschke, Geschäftsführer der Neuen Arbeit, bedankte sich beim Projektleiter Frank Schröter und meinte: „Es ist ein gutes Projekt, weil es Gemeinwohl und Beschäftigung verbindet. Außerdem bekommen die ÖPNV-Betreuer eine positive und schnelle Reaktion. Das motiviert.“

1000 Menschen haben in den zehn Jahren bei den ÖPNV-Betreuern gearbeitet. Vier Kreise und die Stadt Stuttgart beteiligen sich an der Finanzierung, von Seiten der Jobcenter aber nur Ludwigsburg und Waiblingen die Arbeitsgelegenheiten mit. Im Moment gibt es Gespräche über die Weiterführung. 30.000 Euro wären nötig, um die Stelle eines Koordinators und die Aufwandsentschädigung von 60 Euro monatlich für ehrenamtliche ÖPNV-Betreuer zu finanzieren. Die Neue Arbeit hofft, dass das Jobcenter Stuttgart im Rahmen des Programms „Soziale Teilhabe“ wieder einsteigt.

Nach den Reden feierten die Mitarbeiter und Gäste noch bei einem Imbiss und Akkordeonmusik.