kunst trotzt armut

Kunst trotz(t) Armut

Arm sein – das bedeutet nicht nur, sich jeden Tag zu sorgen, ob das Geld für das Nötigste reicht, für die Reparatur der kaputten Waschmaschine oder das gesunde Essen. Es bedeutet auch, gesellschaftlich ausgegrenzt zu sein, zu vereinsamen. Wer arm ist, hat wenig Zugang zur Kultur.

Die Ausstellung „Kunst trotz(t) Armut“ möchte das in Stuttgart zumindest für einige Wochen lang ändern.
Vom 5. Mai bis zum 1. Juni 2017 sind im Kunstbezirk im Gustav-Siegle-Haus und in der Leonhardskirche mehr als 140 Exponate von 35 Künstlerinnen und Künstlern aus dem In- und Ausland zu sehen.
In der Ausstellung hängen Kunstwerke von Betroffenen, die sich künstlerisch betätigen, gleichberechtigt neben Arbeiten von namhaften Künstlern.

Alle nehmen sich der Themen Armut, Obdachlosigkeit und soziale Ausgrenzung an und sie zeigen, dass Kunst nicht das Vorrecht der etablierten, subventionierten Kunstbetriebe ist.

Die Neue Arbeit ist mit einer eigenen Ausstellung im gewerkschaftlichen Beratungszentrum BASIS an der Hauptstätter Straße 41, vertreten.

Das Projekt „Denkfabrik – Forum für Menschen am Rande“ des Sozialunternehmens Neue Arbeit erforscht die Motive von Nichtwählern, die seit langer Zeit arbeitslos sind. Die Interviewpartner werden unter anderem gefragt, ob sie ihre Entscheidung, nicht mehr an der Wahl teilzunehmen, in einem Bild ausdrücken können. Dabei sind verschiedene Fotos, Collagen und Zitate entstanden. Einige davon werden jetzt in einer Ausstellung gezeigt. Die Ausstellung „Kunstverdichtungen – Demokratie ohne Langzeitarbeitslose“ wird am Montag, 8. Mai, um 16 Uhr eröffnet. Sie ist Teil des Begleitprogramms der Wanderausstellung „Kunst trotz(t) Armut“. Die Ausstellung ist bis Freitag, 26. Mai 2017, in der Basis zu sehen. Sie ist werktäglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Die Wanderausstellung „Kunst trotz(t) Armut“ des Bundesfachverbandes Existenzsicherung und Teilhabe sowie der Diakonie Deutschland soll der Armut trotzen in einem reichen Land. Sie wird in Stuttgart ergänzt von einem Begleitprogramm mit Begegnungen, Gesprächen, Theater, Kabarett, Konzerten sowie zwei in Stuttgart entstandenen Ausstellungen.

Zu der Ausstellung sowie zu den Begleitveranstaltungen laden die Stuttgarter Veranstalter Ambulante Hilfe e.V., Diakonie Württemberg, eva Evangelische Gesellschaft, Evangelische Wohnheime Stuttgart, Sozialunternehmen NEUE ARBEIT, Evangelische Kirche Stuttgart, EBET, AMOS herzlich ein

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei: damit Armut nicht nur Thema ist, sondern die davon betroffenen Menschen echte Teilhabe erfahren.

Für alle, die es sich leisten können, gilt: Spenden werden gerne angenommen.

Mehr Informationen finden Sie hier.
Die Veranstalter freuen sich auf viele Besucher.